![]() Gesamtbetriebsrat spricht sich einstimmig für Tarifvertrag bei HP aus16.08.2011 11:45 Von: VKL Rüsselsheim Bericht von der GBR-Sondersitzung des Juni 2011 in Frankfurt Die Erkenntnisse der vergangenen Gehaltsrunde veranlassten den GBR sich frühzeitig mit der kommenden "Gehaltsrunde 2012" zu beschäftigen. Zur Klärung notwendiger Fragen und zur Abstimmung eines einheitlichen Vorgehens wurde zu diesem Thema eine GBR-Sondersitzung in den Räumen des IG Metall-Vorstands in Frankfurt einberufen. Schwerpunkt der kommenden Gehaltsrunde soll die Einführung eines neuen Gehaltssystems sein - die Forderung nach der Höhe einer Gehaltsanpassung soll aus den Reihen der Beschäftigten ermittelt werden. Hintergrund für diese Vorgehensweise ist die Existenz von vielen unterschiedlichen Vereinbarungen zu Gehaltssystemen bei HP, von denen einige überaltert oder sogar gekündigt sind und lediglich nachwirken. Allen mangelt es an Objektivität bei der Gehaltsfindung, die der GBR durch eine neue, allgemeingültige Vereinbarung erreichen möchte. Diese soll neben mehr Gerechtigkeit auch die Transparenz erhöhen sowie die regelmäßige Anpassung der Gehaltsbänder sicherstellen. Dem GBR ist es wichtig, alle Kolleginnen und Kollegen frühzeitig in die Diskussion um Gehaltssystem und angemessene Lohnerhöhung einbezogen werden.
Dies wird auch notwendig sein, denn nach Auffassung der GBR-Sitzungsteilnehmer können wir "eine nachhaltig faire Vergütung nur durch einen Tarifvertrag erreichen". Weiterhin geht aus den persönlichen Aufzeichnungen eines Teilnehmers hervor, dass "die Belegschaft nach langer Zeit wieder eine ordentliche Gehaltserhöhung bekommen muss, wie sie auch in anderen Unternehmen der IT-Branche verhandelt wurde". Wie sehen die Rahmenbedingungen aus?
Diese Entwicklungen sind auch dem höheren Management bekannt, welches versucht die Wogen zu glätten und die Mitarbeiter wieder mit ins Boot zu holen. Daraufhin wurden einige Initiativen gestartet (Verschlankung der Prozesse, mehr Wertschätzung für die Mitarbeiter, Global Wellness, ...) - die Effektivität hinsichtlich der oben genannten Punkte mag jeder HPler selbst beurteilen. Fakt ist: Die HPler SIND unzufrieden und WOLLEN die Situation verbessern. Dazu haben die Betriebsräte bereits Umsetzungsvorschläge parat, mit denen sie in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben: Die Organisation der Belegschaft in den im Betrieb vertretenen Gewerkschaften und die Durchsetzung eines Tarifvertrags. Die Erfahrungen der Gehaltsrunde 2011 haben ein Umdenken hin zur gewerkschaftsorientierten Betriebsratsarbeit beschleunigt. Das ist gut, doch wir sind noch lange nicht am Ziel. Dabei sind sie Chancen für einen Tarifvertrag bei HP besser denn je! Jetzt gilt es, nachhaltige Arbeitsplatzsicherheit, angemessene Gehaltssteigerungen, ein faires Gehaltssystem und zukunftsorientierte Qualifizierung tarifvertraglich abzusichern! Nach der historischen Abstimmung (siehe Kasten) gilt es nun, den Worten auch Taten folgen zu lassen und diese Erkenntnis durch eine Beitrittserklärung zu verwirklichen. Der Vertrauenskörper in Rüsselsheim wird die nächsten Schritte beobachten und wo immer es geht und angebracht erscheint nach Kräften unterstützten.
KommentareKeine EinträgeKeine Einträge im Gästebuch gefunden.
|
||||